ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN (AGB)
für Pauschalreisen und Touristische Einzelleistungen
Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirk-
sam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen („der Kunde“)
und uns („der Reiseveranstalter“) zu Stande kommen-
den Pauschalreisevertrages. Sie ergänzen die gesetzli-
chen Vorschriften der §§ 651a - y BGB und der Artikel
250 und 252 des EGBGB (Einführungsgesetz zum
BGB) und füllen diese aus.
Unser Schutz für Sie geht über die Anforderungen des
Pauschalreiserechts hinaus. Sofern Sie nur einzelne Rei-
seleistungen (z. B. Hotelübernachtung, Mietwagen) bu-
chen und diese nicht Bestandteil einer Pauschalreise
sind oder werden, z.B. indem ein Reisevermittler sie mit
anderen Reiseleistungen weiterer Anbieter zusammen-
stellt, gewähren wir Ihnen hierfür zusätzlich zu den je-
weils einschlägigen gesetzlichen Rechten freiwillig den
Schutz des Pauschalreiserechts – ausgenommen Reise-
preissicherungsschein. Die nachfolgenden Reisebedin-
gungen finden insoweit entsprechende Anwendung auf
Verträge über einzelne Reiseleistungen. Besonderhei-
ten, die ausschließlich die Buchung einzelner Reiseleis-
tungen betreffen, werden nachstehend ausdrücklich ge-
regelt bzw. kenntlich gemacht (insb. in Abschnitt 2.1.
bzgl. des Sicherungsscheins). Vorstehende Regelungen
finden keine Anwendung auf einzelne Flugbeförde-
rungsleistungen.
Abweichungen in der jeweiligen Reiseausschreibung so-
wie individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor die-
sen Reisebedingungen.
1. ABSCHLUSS DES REISEVERTRAGES / VER-
PFLICHTUNG FÜR MITREISENDE
1.1. Für alle Buchungswege, z.B. im Reisebüro, direkt
beim Reiseveranstalter, telefonisch, online etc., gilt:
a) Grundlage dieses Angebots sind die Reiseaus-
schreibung und die ergänzenden Informationen
des Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, so-
weit diese dem Kunden bei der Buchung vorliegen.
b) Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von
Reisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie
für seine eigenen einzustehen, soweit er diese Ver-
pflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Er-
klärung übernommen hat.
c) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung des Reise-
veranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt
ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an
das er für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist.
Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses
neuen Angebots zustande, soweit der Reiseveran-
stalter bezüglich des neuen Angebots auf die Än-
derung hingewiesen und seine vorvertraglichen In-
formationspflichten erfüllt hat und der Kunde inner-
halb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die
Annahme durch ausdrückliche Erklärung oder An-
zahlung erklärt.
d) Die vom Veranstalter gegebenen vorvertraglichen
Informationen über wesentliche Eigenschaften der
Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzli-
chen Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die Min-
destteilnehmerzahl und die Stornopauschalen
(gem. Artikel 250 § 3 Nummer 1, 3 bis 5 und 7 EG-
BGB) werden nur dann nicht Bestandteil des Pau-
schalreisevertrages, sofern dies zwischen den Par-
teien ausdrücklich vereinbart ist.
1.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch, schrift-
lich, per E-Mail, SMS oder per Telefax erfolgt, gilt:
a) Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der
Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des
Pauschalreisevertrages verbindlich an.
b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Reisebe-
stätigung durch den Reiseveranstalter zustande.
Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird
der Reiseveranstalter dem Kunden eine den ge-
setzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestäti-
gung auf einem dauerhaften Datenträger übermit-
teln (welcher es dem Kunden ermöglicht, die Erklä-
rung unverändert so aufzubewahren oder zu spei-
chern, dass sie ihm in einem angemessenen Zeit-
raum zugänglich ist, z.B. auf Papier oder per
Email), sofern der Reisende nicht Anspruch auf
eine Reisebestätigung in Papierform nach Art. 250
§ 6 Abs. 1 Satz 2 EGBGB hat, weil der Vertrags-
schluss in gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit
beider Parteien oder außerhalb von Geschäftsräu-
men erfolgte.
1.3. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr
(z.B. Internet, App, Telemedien) gilt für den Vertragsab-
schluss:
a) Dem Kunden wird der Ablauf der elektronischen
Buchung in der entsprechenden Anwendung erläu-
tert.
b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben,
zur Löschung oder zum Zurücksetzen des gesam-
ten Buchungs-formulars eine entsprechende Kor-
rekturmöglichkeit zur Verfügung, deren Nutzung
erläutert wird.
c) Die zur Durchführung der elektronischen Buchung
angebotenen Vertragssprachen sind angegeben.
d) Soweit der Vertragstext vom Reiseveranstalter ge-
speichert wird, wird der Kunde darüber und über
die Möglichkeit zum späteren Abruf des Ver-
tragstextes unterrichtet.
e) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) "zah-
lungspflichtig buchen“ oder mit vergleichbarer For-
mulierung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter
den Abschluss des Pauschalreisevertrages verbind-
lich an.
f) Dem Kunden wird der Eingang seiner Reiseanmel-
dung unverzüglich auf elektronischem Weg bestä-
tigt (Eingangsbestätigung).
g) Die Übermittlung der Reiseanmeldung durch Betä-
tigung des Buttons begründet keinen Anspruch
des Kunden auf das Zustandekommen eines Vertra-
ges.
h) Der Vertrag kommt erst durch den Zugang der Rei-
sebestätigung des Reiseveranstalters beim Kunden
zu Stande, die auf einem dauerhaften Datenträger
erfolgt. Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach
Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig buchen“
durch entsprechende unmittelbare Darstellung der
Reisebestätigung am Bildschirm, so kommt der
Pauschalreisevertrag mit Darstellung dieser Reise-
bestätigung zu Stande. In diesem Fall bedarf es
auch keiner Zwischenmitteilung über den Eingang
der Buchung gemäß Buchstaben f) oben, soweit
dem Kunden die Möglichkeit zur Speicherung auf
einem dauerhaften Datenträger und zum Ausdruck
der Reisebestätigung angeboten wird. Die Verbind-
lichkeit des Pauschalreisevertrages ist jedoch nicht
davon abhängig, dass der Kunde diese Möglichkei-
ten zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsäch-
lich nutzt.
1.4. Der Reiseveranstalter weist darauf hin, dass nach
den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. 7, 312g Abs.
2 Satz 1 Nr. 9 BGB) bei Pauschalreiseverträgen nach §
651a und § 651c BGB, die im Fernabsatz abgeschlossen
wurden (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-
Mails, über Mobilfunk versendete Kurznachrichten (SMS)
sowie Rundfunk, Telemedien und Onlinedienste), kein
Widerrufsrecht besteht, sondern lediglich die gesetzli-
chen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere
das Rücktrittsrecht gemäß § 651h BGB (siehe hierzu
auch Ziff. 5). Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn
der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a BGB au-
ßerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist,
es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen
der Vertrags-schluss beruht, sind auf vorhergehende
Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letzt-
genannten Fall besteht kein Widerrufsrecht.
2. BEZAHLUNG
2.1. Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der
Reise dürfen Reiseveranstalter und Reisevermittler nur
fordern oder annehmen, wenn ein wirksamer Kunden-
geldabsicherungsvertrag besteht und dem Kunden der
Sicherungsschein für Pauschalreisen mit Namen und
Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers in klarer, ver-
ständlicher und hervorgehobener Weise übergeben
wurde. Nach Vertragsabschluss wird eine Anzahlung in
Höhe von 25% des Reisepreises zur Zahlung fällig. Bei
gesondert gekennzeichneten Top-Angeboten, bei aus-
gewählten, kurzfristigen bzw. preisreduzierten Specials
und Sonderangeboten sowie bei Angeboten der Marke
OLIMAR Outlet beträgt die Anzahlung 40 % des Ge-
samtpreises. Die Restzahlung wird 30 Tage vor Reisebe-
ginn fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist
und das Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters aus dem
in Ziffer 7 genannten Grund nicht mehr ausgeübt wer-
den kann. Bei Verträgen über einzelne Reiseleistungen
sind eine Kundengeldabsicherung und die Ausgabe ei-
nes Sicherungsscheins nicht erforderlich.
2.2. Bei Buchungen, die weniger als 30 Tage vor dem
vorgesehenen Reisebeginn erfolgen, sowie bei Nur-Flü-
gen oder Baustein-Flügen zu tagesaktuellen Preisen,
wird der Reisepreis in voller Höhe sofort bei Buchung
fällig.
2.3. Die Kosten für eine Reiseversicherung werden in
voller Höhe zusammen mit der Anzahlung fällig.
2.4. Die Gebühren im Falle einer Stornierung sowie für
Bearbeitung und Umbuchung werden sofort fällig.
2.5. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die
Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zah-
lungsfälligkeiten, obwohl der Reiseveranstalter zur ord-
nungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistun-
gen bereit und in der Lage ist, seine gesetzlichen Infor-
mationspflichten erfüllt hat und kein gesetzliches oder
vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden be-
steht, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mah-
nung mit Fristsetzung vom Pauschalreisevertrag zu-
rückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten ge-
mäß Ziffer 4.2 Satz 2 bis 4.5 zu belasten.
2.6. Die Bezahlung kann auf folgende Weise erfolgen:
a) durch Überweisung auf das auf der Reisebestäti-
gung angegebene Konto des Reiseveranstalters.
b) durch Zahlung mit Kreditkarte (MasterCard oder
VISA): Anzahlung und Restzahlung werden zu den
oben angegebenen Fälligkeitsdaten von Ihrem
Konto abgebucht.
c) durch das SEPA-Lastschriftverfahren: hierfür benö-
tigt der Reiseveranstalter vom Kunden (ggf. über
das Reisebüro) die IBAN und BIC sowie ein soge-
nanntes Mandat, das die Belastung des Girokontos
des Kunden mit dem zu zahlenden Betrag (An- und
Restzahlung) im Wege der Lastschrift erlaubt. Das
Mandat ist Teil der Reisebestätigung. Anzahlung
und Restzahlung werden zu den in den oben ange-
gebenen Fälligkeitsdaten vom Konto des Kunden
abgebucht.
d) durch Zahlung im Reisebüro: Im Ausnahmefall kann
sowohl die Anzahlung als auch die Restzahlung bei
Entgegennahme der Reiseunterlagen in bar im Rei-
sebüro geleistet werden.
2.7. Änderungen der vereinbarten Zahlungsart können
nur bis 35 Tage vor Reisebeginn vorgenommen werden.
2.8. Bei fehlender oder nicht rechtzeitiger Zahlung
(Zahlungsverzug) ist der Reiseveranstalter berechtigt,
Verzugszinsen mindestens in gesetzlicher Höhe sowie
eine Bearbeitungsgebühr zur Geltendmachung des Ver-
zugsschadens i.H.v. 30 Euro zu verlangen; die Geltend-
machung weiteren Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
Im Falle der Rückbelastung (d.h. wenn der vom Reise-
veranstalter bei dem Kreditinstitut oder Kreditkartenun-
ternehmen des Kunden eingezogene Betrag ganz oder
teilweise rückbelastet oder in sonstiger Weise geltend
gemacht wird) ist eine Rückbelastungspauschale i.H.v.
von 30 Euro pro Buchung zu entrichten, falls der Kunde
nicht nachweist, dass dem Reiseveranstalter dadurch
kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
2.9. Dem Reiseveranstalter bleibt es unbenommen, den
Vertrag aufzulösen, wenn der vereinbarte Anzahlungs-
betrag auch nach Inverzugsetzung oder der Reisepreis
bis zum Reiseantritt nicht vollständig bezahlt ist. Der
Reiseveranstalter kann als Entschädigung die entspre-
chenden Rücktrittsgebühren (unter 4.3) verlangen - vo-
rausgesetzt, es läge nicht bereits zu diesem Zeitpunkt
ein erheblicher Reisemangel vor.
3. LEISTUNGSÄNDERUNGEN VOR REISEBEGINN
3.1. Abweichungen wesentlicher Eigenschaften von Rei-
seleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Pauschal-
reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig
werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und
Glauben herbeigeführt wurden, sind dem Reiseveran-
stalter vor Reisebeginn gestattet, soweit die Abwei-
chungen unerheblich sind und den Gesamtzuschnitt der
Reise nicht beeinträchtigen.
3.2. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden
über Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis
von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften Da-
tenträger (z.B. auch durch E-Mail, SMS oder Sprach-
nachricht) klar, verständlich und in hervorgehobener
Weise zu informieren.
3.3. Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentli-
chen Eigenschaft einer Reiseleistung oder der Abwei-
chung von besonderen Vorgaben des Kunden, die Inhalt
des Pauschalreisevertrags geworden sind, ist der Kunde
berechtigt, innerhalb einer vom Reiseveranstalter
gleichzeitig mit Mitteilung der Änderung gesetzten an-
gemessenen Frist
entweder die Änderung anzunehmen
oder unentgeltlich vom Pauschalreisevertrag zu-
rückzutreten
oder die Teilnahme an einer Ersatzreise zu verlan-
gen, wenn der Reiseveranstalter eine solche Reise
angeboten hat.
Der Kunde hat die Wahl, auf die Mitteilung des Reisever-
anstalters zu reagieren oder nicht. Wenn der Kunde ge-
genüber dem Reiseveranstalter reagiert, dann kann er
entweder der Vertragsänderung zustimmen, die Teil-
nahme an einer Ersatzreise verlangen, sofern ihm eine
solche angeboten wurde, oder unentgeltlich vom Ver-
trag zurücktreten.
Wenn der Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter
nicht oder nicht innerhalb der gesetzten Frist reagiert,
gilt die mitgeteilte Änderung als angenommen.
Hierauf ist der Kunde in der Erklärung gemäß Ziffer 3.2.
in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise
hinzuweisen.
3.4. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben un-
berührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln
behaftet sind. Hatte der Reiseveranstalter für die Durch-
führung der geänderten Reise bzw. Ersatzreise bei
gleichwertiger Beschaffenheit geringere Kosten, ist
dem Kunden der Differenzbetrag entsprechend § 651m
Abs. 2 BGB zu erstatten.
4. RÜCKTRITT DURCH DEN KUNDEN VOR REISEBE-
GINN / RÜCKTRITTSKOSTEN
4.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom
Pauschalreisevertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist ge-
genüber dem Reiseveranstalter zu erklären. Falls die
Reise über einen Reisevermittler gebucht wurde, kann
der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden.
Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt auf einem
dauerhaften Datenträger zu erklären.
4.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er
die Reise nicht an, so verliert der Reiseveranstalter den
Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Rei-
severanstalter eine angemessene Entschädigung verlan-
gen, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist
oder am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer
Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, die die
Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung
von Personen an den Bestimmungsort erheblich beein-
trächtigen; Umstände sind unvermeidbar und außerge-
wöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle des Reiseveran-
stalters unterliegen, und sich ihre Folgen auch dann
nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren
Vorkehrungen getroffen worden wären.
4.3. Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach
dem Reisepreis abzüglich des Werts der vom Reisever-
anstalter ersparten Aufwendungen sowie abzüglich des-
sen, was er durch anderweitige Verwendung der Reise-
leistungen erwirbt, welche auf Verlangen des Kunden
durch den Reiseveranstalter zu begründen ist. Der Rei-
severanstalter hat die nachfolgenden Entschädigungs-
pauschalen unter Berücksichtigung des Zeitraums zwi-
schen der Rücktrittserklärung und dem Reisebeginn so-
wie unter Berücksichtigung der erwarteten Ersparnis
von Aufwendungen und des erwarteten Erwerbs durch
anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen fest-
gelegt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt
des Zugangs der Rücktrittserklärung wie folgt mit der
jeweiligen Stornostaffel berechnet:
Standard-Gebühren:
Bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 25%
vom 29. bis 22. Tag vor Reiseantritt 30%
vom 21. bis 15. Tag vor Reiseantritt 40%
vom 14. bis 7. Tag vor Reiseantritt 60%
vom 6. bis 4. Tag vor Reiseantritt 75%
ab dem 3. Tag des Reiseantritts oder
bei Nichtantritt der Reise 80%
pro Person des jeweiligen Reisepreises.
Ausnahmen von der Standardregelung:
A Mietwagen
bis zu 1. Tag vor Reiseantritt 30 Euro
ab dem Tag des Reiseantritts 80% pro Miete.
B Ferienwohnungen/Appartements/Herrenhäuser
Bis zum 45. Tag vor Reiseantritt 25%
vom 44. bis 35. Tag vor Reiseantritt 50%
vom 34. bis 1. Tag vor Reiseantritt 80%
ab dem Tag des Reiseantritts 90%
C Nurflüge oder Bausteinflüge
mit Flügen zu Festpreisen (ausgenommen Linienflüge):
Staffeln wie oben unter a); ab dem Tag des Reiseantritts
jedoch 100%;
mit Flügen zu tagesaktuellen Preisen und Frühbucherta-
rif: 100% des Reisepreises;
mit Linienflügen: vor Flugscheinausstellung (ca. 35 Tage
vor Reiseantritt) 30 Euro pro Person, nach Flugschein-
ausstellung mindestens 250 Euro pro Person (bei Flü-
gen auf die Kapverdischen Inseln 350 Euro pro Person),
bei No-Shows bis zu 100% des Reisepreises.
D Für gesondert gekennzeichnete Top-Angebote, bei
ausgewählten, kurzfristigen bzw. preisreduzierten
Specials und Sonderangeboten sowie bei Angeboten
der Marke OLIMAR Outlet gelten folgende Stornoge-
bühren:
Bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 40%
vom 29. bis 22. Tag vor Reiseantritt 55%
vom 21. bis 15. Tag vor Reiseantritt 65%
vom 14. Bis 8. Tag vor Reiseantritt 75%
vom 7. Bis 1. Tag vor Reiseantritt 85%
ab dem Tag des Reiseantritts 95%
pro Person/Wohneinheit des jeweiligen Reisepreises;
mindestens jedoch 30 Euro.
E Für mit „non refundable“ gekennzeichnete Hotel-
preise oder –angebote: 100% des Reisepreises.
F Einzeln gebuchte Golfleistungen (Greenfees):
Bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 30 Euro pro Person
ab dem 21. Tag des Reiseantritts 100%
des Reisepreises.
4.4. Hat der Kunde mehrere Leistungen im Bausteinsys-
tem zusammengestellt (z.B. Nurflug und Hotel), so sind
die Stornogebühren dafür einzeln zu ermitteln und zu
addieren.
4.5. Etwaige abweichende Angaben beim einzelnen An-
gebot sind bitte zu beachten. Insbesondere für Grup-
penreisen gelten besondere Konditionen.
4.6. Rücktrittsgebühren sind auch dann zu zahlen, wenn
sich ein Reiseteilnehmer nicht rechtzeitig zu den in den
Reisedokumenten bekannt gegebenen Zeiten am jewei-
ligen Abflughafen oder Abreiseort einfindet oder wenn
die Reise wegen Fehlens der Reisedokumente wie z.B.
Reisepass oder notwendige Visa nicht angetreten wird.
4.7. Dem Kunden bleibt in jedem Fall der Nachweis ge-
stattet, die dem Reiseveranstalter zustehende ange-
messene Entschädigung sei wesentlich niedriger als die
von ihm geforderte Entschädigungspauschale.
4.8. Der Reiseveranstalter behält sich vor, anstelle der
vorstehenden Entschädigungspauschalen eine höhere,
individuell berechnete Entschädigung zu fordern, so-
weit der Reiseveranstalter nachweist, dass ihm wesent-
lich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare
Entschädigungspauschale entstanden sind. In diesem
Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte
Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten
Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch
anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt,
konkret zu beziffern und zu begründen.
4.9. Ist der Reiseveranstalter infolge eines Rücktritts zur
Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet, hat er un-
verzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen
nach Zugang der Rücktrittserklärung zu leisten.
4.10. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651e
BGB vom Reiseveranstalter durch Mitteilung auf einem
dauerhaften Datenträger zu verlangen, dass statt seiner
ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pau-
schalreisevertrag eintritt, bleibt durch die vorstehenden
Bedingungen unberührt. Eine solche Erklärung ist in je-
dem Fall rechtzeitig, wenn sie dem Reiseveranstalter 7
Tage vor Reisebeginn zugeht.
5. UMBUCHUNGEN
5.1. Verlangt der Kunde nach Abschluss des Reisevertra-
ges eine Umbuchung, so ist diese mit Ausnahme der
Regelungen in 5.2. einmalig bis 30 Tage vor dem Abrei-
setermin möglich, wenn die gewünschte geänderte
Leistung im Programm des Veranstalters zur Verfügung
steht. Umbuchungen sind Änderungen des Reiseter-
mins, des Fluges, des Reiseziels, der Unterkunft oder
der Verpflegungsleistung.
5.2. In den folgenden Fällen ist eine Umbuchung nicht
möglich:
a) Umbuchung der Flugleistung bei Reisen inklusive
Linienflug oder Fügen zu tagesaktuellen Preisen.
b) Umbuchung von gesondert gekennzeichneten
Top-Angeboten, bei ausgewählten, kurzfristigen
bzw. preisreduzierten Specials und Sonderangebo-
ten sowie von Angeboten der Marke OLIMAR Out-
let.
c) Umbuchungen von Reisen mit Flug in Reisen ohne
Flug.
d) Bei einer Verschiebung der Reise um mehr als 4
Wochen von dem ursprünglichen Abreisetermin
gerechnet.
5.3. Für Umbuchungen im Sinne von 5.1. wird neben
dem geänderten Reisepreis sowie etwaigen durch die
Änderung für den Veranstalter nachweisbaren Zusatz-
kosten eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 30 Euro
pro Person fällig, es sei denn die Umbuchung beruht
auf einer fehlenden, unzureichenden oder falschen vor-
vertraglichen Information gem. Art. 250 § 3 EGBGB ge-
genüber dem Reisenden.
6. NICHT IN ANSPRUCH GENOMMENE LEISTUNG
Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, zu deren
vertragsgemäßer Erbringung der Reiseveranstalter be-
reit und in der Lage war, nicht in Anspruch aus Grün-
den, die dem Reisenden zuzurechnen sind, hat er kei-
nen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises,
soweit solche Gründe ihn nicht nach den gesetzlichen
Bestimmungen zum kostenfreien Rücktritt oder zur
Kündigung des Reisevertrages berechtigt hätten. Der
Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der ersparten
Aufwendungen durch die Leistungsträger bemühen.
Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig un-
erhebliche Aufwendungen handelt.
7. RÜCKTRITT WEGEN NICHTERREICHENS DER
MINDESTTEILNEHMERZAHL
7.1. Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens
der Mindestteilnehmerzahl nur dann vom Pauschalreise-
vertrag zurücktreten, wenn er
a) in der jeweiligen vorvertraglichen Unterrichtung die
Mindestteilnehmerzahl beziffert sowie den Zeit-
punkt, bis zu welchem vor dem vertraglich verein-
barten Reisebeginn dem Kunden spätestens die Er-
klärung zugegangen sein muss, angegeben hat und
b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl
und die späteste Rücktrittsfrist angibt.
Ein Rücktritt ist dem Kunden gegenüber spätestens an
dem Tag zu erklären, der dem Kunden in der vorver-
traglichen Unterrichtung und der Reisebestätigung an-
gegeben wurde.
Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich
sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wer-
den kann, hat der Reiseveranstalter unverzüglich von
seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.
7.2. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchge-
führt, hat der Reiseveranstalter unverzüglich, auf jeden
Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Zugang der
Rücktrittserklärung, Zahlungen des Kunden auf den Rei-
sepreis zurückzuerstatten.
8. KÜNDIGUNG AUS VERHALTENSBEDINGTEN
GRÜNDEN
Der Reiseveranstalter kann den Pauschalreisevertrag
ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Rei-
sende ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstal-
ters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß
vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung
des Vertrages gerechtfertigt ist. Dies gilt nicht, soweit
das vertragswidrige Verhalten ursächlich auf einer Ver-
letzung von Informationspflichten des Reiseveranstal-
ters beruht. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er
den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch
den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejeni-
gen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer ander-
weitigen Verwendung der nicht in Anspruch genomme-
nen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den
Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.
9. RÜCKTRITT VOM REISEVERTRAG AUFGRUND UN-
VERMEIDBARER, AUßERGEWÖHNLICHER UM-
STÄNDE
Insoweit wird – auszugsweise - auf die gesetzliche Re-
gelung im BGB verwiesen, die wie folgt lautet:
„§ 651h Rücktritt vor Reisebeginn
(1) Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit
vom Vertrag zurücktreten. Tritt der Reisende vom
Vertrag zurück, verliert der Reiseveranstalter den
Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Der Rei-
severanstalter kann jedoch eine angemessene Ent-
schädigung verlangen. […]
(3) Abweichend von Absatz 1 Satz 3 kann der Reise-
veranstalter keine Entschädigung verlangen, wenn
am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer
Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände
auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise
oder die Beförderung von Personen an den Bestim-
mungsort erheblich beeinträchtigen.
Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich
im Sinne dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kon-
trolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft,
und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermei-
den lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen ge-
troffen worden wären.
(4) Der Reiseveranstalter kann vor Reisebeginn in
den folgenden Fällen vom Vertrag zurücktreten:
1.[…]
2. der Reiseveranstalter ist aufgrund unvermeidba-
rer, außergewöhnlicher Umstände an der Erfüllung
des Vertrags gehindert; in diesem Fall hat er den
Rücktritt unverzüglich nach Kenntnis von dem Rück-
trittsgrund zu erklären.
Tritt der Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, ver-
liert er den Anspruch auf den vereinbarten Reise-
preis.
(5) Wenn der Reiseveranstalter infolge eines Rück-
tritts zur Rückerstattung des Reisepreises verpflich-
tet ist, hat er unverzüglich, auf jeden Fall aber inner-
halb von 14 Tagen nach dem Rücktritt zu leisten.“
10. MITWIRKUNGSPFLICHTEN DES REISENDEN
10.1. Reiseunterlagen: Der Kunde hat den Reiseveran-
stalter oder seinen Reisevermittler, über den er die Pau-
schalreise gebucht hat, zu informieren, wenn er die not-
wendigen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein, Hotelgut-
schein) nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mit-
geteilten Frist erhält.
10.2. Mängelanzeige / Abhilfeverlangen: Wird die Reise
nicht frei von Reisemängeln erbracht, so kann der Rei-
sende Abhilfe verlangen. Soweit der Reiseveranstalter
infolge einer schuldhaften Unterlassung der Mängelan-
zeige nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende
weder Minderungsansprüche nach § 651m BGB noch
Schadensersatzansprüche nach § 651n BGB geltend
machen. Der Reisende ist verpflichtet, seine Mängelan-
zeige unverzüglich dem Vertreter des Reiseveranstal-
ters vor Ort zur Kenntnis zu geben. Ist ein Vertreter des
Reiseveranstalters vor Ort nicht vorhanden und vertrag-
lich nicht geschuldet, sind etwaige Reisemängel dem
Reiseveranstalter unter der mitgeteilten Kontaktstelle
des Reiseveranstalters zur Kenntnis zu bringen; über die
Erreichbarkeit des Vertreters des Reiseveranstalters
bzw. seiner Kontaktstelle vor Ort wird in der Reisebestä-
tigung unterrichtet. Der Reisende kann jedoch die Män-
gelanzeige auch seinem Reisevermittler, über den er
die Pauschalreise gebucht hat, zur Kenntnis bringen.
Der Vertreter des Reiseveranstalters ist beauftragt, für
Abhilfe zu sorgen sofern dies möglich ist. Er ist jedoch
nicht befugt, Ansprüche anzuerkennen.
10.3. Fristsetzung vor Kündigung: Will ein Kunde/Rei-
sender den Pauschalreisevertrag wegen eines Reise-
mangels der in § 651i Abs. 2 BGB bezeichneten Art, so-
fern er erheblich ist, nach § 651l BGB kündigen, hat er
dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist
zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht,
wenn die Abhilfe vom Reiseveranstalter verweigert wird
oder wenn die sofortige Abhilfe notwendig ist.
10.4. Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung bei
Flugreisen; besondere Regeln und Fristen zum Abhilfe-
verlangen
a) Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass Ge-
päckverlust, -beschädigung und –verspätung im
Zusammenhang mit Flugreisen nach den luftver-
kehrsrechtlichen Bestimmungen vom Reisenden
unverzüglich vor Ort mittels Schadensanzeige
(„P.I.R.“) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzei-
gen sind. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter
können die Erstattungen aufgrund internationaler
Übereinkünfte ablehnen, wenn die Schadensan-
zeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensan-
zeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen,
bei Verspätung innerhalb 21 Tagen, nach Aushändi-
gung zu erstatten.
b) Zusätzlich ist der Verlust, die Beschädigung oder
die Fehlleitung von Reisegepäck unverzüglich dem
Reiseveranstalter, seinem Vertreter bzw. seiner
Kontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzei-
gen. Dies entbindet den Reisenden nicht davon,
die Schadenanzeige an die Fluggesellschaft gemäß
Buchst. a) innerhalb der vorstehenden Fristen zu
erstatten.
11. BESCHRÄNKUNG DER HAFTUNG
11.1. Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für
Schäden, die nicht Körperschäden sind und nicht
schuldhaft herbeigeführt wurden, ist auf den dreifachen
Reisepreis beschränkt. Möglicherweise darüber hinaus
gehende Ansprüche nach internationalen Übereinkünf-
ten oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vor-
schriften bleiben von der Beschränkung unberührt.
11.2. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungs-
störungen, Personen- und Sachschäden im Zusammen-
hang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich
vermittelt werden (z. B. vermittelte Ausflüge, Sportver-
anstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen), wenn
diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der
Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der
Identität und Anschrift des vermittelten Vertragspart-
ners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet
wurden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Be-
standteil der Pauschalreise des Reiseveranstalters sind
und getrennt ausgewählt wurden. Die §§ 651b, 651c,
651w und 651y BGB bleiben hierdurch unberührt.
Der Reiseveranstalter haftet jedoch, wenn und soweit
für einen Schaden des Reisenden die Verletzung von
Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des
Reiseveranstalters ursächlich war.
12. GELTENDMACHUNG VON ANSPRÜCHEN: AD-
RESSAT, INFORMATION ÜBER VERBRAUCHER-
STREITBEILEGUNG
12.1. Ansprüche nach den § 651i Abs. 3 Nr. 2, 4-7 BGB
hat der Kunde/Reisende gegenüber dem Reiseveran-
stalter geltend zu machen. Die Geltendmachung kann
auch über den Reisevermittler erfolgen, wenn die Pau-
schalreise über diesen Reisevermittler gebucht war.
Eine Geltendmachung auf einem dauerhaften Datenträ-
ger wird empfohlen.
12.2. Der Reiseveranstalter weist im Hinblick auf das Ge-
setz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass
er nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung
teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach
Drucklegung dieser Reisebedingungen für den Reise-
veranstalter verpflichtend würde, informiert der Reise-
veranstalter den Kunden hierüber in geeigneter Form.
Der Reiseveranstalter weist für alle Reiseverträge, die im
elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf
die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform
http://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.
13. VERJÄHRUNG BEI BUCHUNG VON EINZELNEN
REISELEISTUNGEN
Etwaige Schadensersatzansprüche dem Reiseveranstal-
ter gegenüber verjähren im Falle der Buchung von ein-
zelnen Reiseleistungen nach der gesetzlichen Regelver-
jährungsfrist gemäß §§ 195, 199 BGB.
Etwaige Ersatzansprüche gegen den Kunden wegen
Veränderung oder Verschlechterung von Mietsachen
(z.B. Mietwagen, Ferienwohnung) verjähren im Falle der
Buchung von einzelnen Reiseleistungen nach sechs Mo-
naten. Diese Frist beginnt mit dem Tag, an dem die
Reise dem Vertrag nach enden sollte.
14. INFORMATIONSPFLICHTEN ÜBER DIE IDENTI-
TÄT DES AUSFÜHRENDEN LUFTFAHRTUNTERNEH-
MENS
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen
über die Identität des ausführenden Luftfahrtunterneh-
mens verpflichtet den Reiseveranstalter, den Kunden
über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft
sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbrin-
genden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung
zu informieren.
Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesell-
schaft noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter ver-
pflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die
Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den
Flug bzw. die Flüge durchführen wird bzw. werden. So-
bald der Reiseveranstalter weiß, welche Fluggesell-
schaft den Flug durchführen wird, muss er den Kunden
informieren.
Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesell-
schaft genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveran-
stalter den Kun-den über den Wechsel informieren. Er
muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten,
um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie mög-
lich über den Wechsel unterrichtet wird.
Die Liste der Fluggesellschaften mit EU-Betriebsverbot
(Gemeinschaftliche Liste, früher „Black List“) ist auf fol-
gender Internetseite abrufbar: http://ec.eu-
ropa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/in-
dex_de.htm
15. PASS-, VISA- UND GESUNDHEITSVORSCHRIFTEN
15.1. Der Reiseveranstalter wird den Kunden/Reisenden
über allgemeine Pass- und Visaerfordernisse sowie ge-
sundheitspolizeiliche Formalitäten des Bestimmungslan-
des einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlan-
gung von gegebenen-falls notwendigen Visa vor Ver-
tragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor
Reiseantritt unterrichten.
15.2. Der Kunde/Reisende ist verantwortlich für das Be-
schaffen und Mitführen der behördlich notwendigen
Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen so-
wie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften.
Nachteile, die aus dem Nicht-befolgen dieser Vorschrif-
ten erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten,
gehen zu Lasten des Kunden/Reisenden. Dies gilt nicht,
wenn der Reiseveranstalter nicht, unzureichend oder
falsch informiert hat.
15.3. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzei-
tige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch
die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde
ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass
der Reiseveranstalter eigene Pflichten verletzt hat.
16. UNWIRKSAMKEIT EINZELNER BESTIMMUNGEN
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht
die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur
Folge.
17. VERSICHERUNGEN
Ausgenommen der gesetzlichen Insolvenzversiche-
rung, sind in den vom Reiseveranstalter angebotenen
Reisen keine weiteren Reiseversicherungen, insbeson-
dere eine Reiserücktrittskosten-Versicherung, im
Preis enthalten. Der Reiseveranstalter empfiehlt den
Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung so-
wie weiter gehende Versicherungen; bitte beachten
Sie die entsprechenden Angebote. Versicherungsver-
träge werden erst mit Zahlung der Prämie wirksam.
18. RECHTSWAHL
Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und
dem Reiseveranstalter findet ausschließlich deutsches
Recht Anwendung. Dies gilt auch für das gesamte
Rechtsverhältnis. Soweit bei Klagen des Kunden gegen
den Reiseveranstalter im Ausland für die Haftung des
Reiseveranstalters dem Grunde nach nicht deutsches
Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfol-
gen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und Höhe
von Ansprüchen des Kunden ausschließlich deutsches
Recht Anwendung.
19. GERICHTSSTAND
19.1. Für alle Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Kun-
den und dem Reiseveranstalter gilt als Gerichtsstand
Köln. Dies gilt auch für die Geltendmachung von An-
sprüchen im Wege des Mahnverfahrens. Die Möglichkeit
des Kunden, Klage gegen den Reiseveranstalter auch an
jedem anderen gegründeten Gerichtsstand zu erheben,
bleibt unberührt.
19.2. Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kun-
den ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Kla-
gen gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisever-
trages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentli-
chen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ih-
ren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Aus-
land haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht be-
kannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reisever-
anstalters vereinbart.
19.3. Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht,
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht ab-
dingbaren Bestimmungen internationaler Abkom-
men, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kun-
den und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind,
etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder
b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwend-
bare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitglied-
staat der EU, dem der Kunde angehört, für den
Kunden günstiger sind als die nachfolgenden Best-
immungen oder die entsprechenden deutschen
Vorschriften.
20. DRUCKFEHLER
Offensichtliche Druck- und Rechenfehler berechtigen
den Reiseveranstalter zur Anfechtung des Reisevertra-
ges. Alle Angaben entsprechen dem Stand November
2020.
21. REISEVERANSTALTER
OLIMAR
Eine Veranstaltermarke der lth - link to hotel AG
Bürglistrasse 8, CH-8002 Zürich
Handelsregistereintragung: CH – 020.3.026.492-1
(Handelsregisteramt, Kanton Zürich/Schweiz)