Reisebedingungen - Interflug

1. Abschluss des Reisevertrages

Mit der Anmeldung, die schriftlich, mündlich, fernmündlich oder durch Bildschirmsysteme erfolgen kann, bietet der Kunde Interflug Charter System Reise und Handels GmbH im (Folgenden IFL) den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. IFL nimmt das Angebot zum Abschluss eines Reisevertrages mit der Buchungsbestätigung an das vermittelnde Reisebüro oder den Kunden an. Die schriftliche Reisebestätigung wird dem Kunden entweder direkt oder durch das Reisebüro ausgehändigt. Reisebüros treten ausschließlich als Vermittler auf und sind nicht bevollmächtigt, im Namen von IFL Reiseverträge abzuschließen.
Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Reiseanmeldung ab, liegt ein neues Angebot von IFL vor, an das IFL für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Reisevertrag kommt auf Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Kunde innerhalb dieser Frist die Annahme erklärt, Zahlungen leistet oder die Reise antritt.

2. Bezahlung

Zahlungen auf den Reisepreis bei Pauschalreisen vor der Reise dürfen nur gegen Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinn des 651 k Abs. 3 BGB erfolgen. Mit Vertragsabschluss ist eine Anzahlung von 10% des Reisepreises, höchstens jedoch 1 250,- pro Person fällig.
Die Restzahlung ist frühestens 30 Tage jedoch spätestens 14 Tage vor Reiseantritt fällig .Bei Direktinkasso werden Anzahlung und Restzahlung gegen Aushändigung eines Sicherungsscheines vom Kunden direkt an IFL vorgenommen.
Die entsprechenden Beträge ergeben sich aus der Reisebestätigung und Rechnung von IFL. Das Reisebüro leitet hierbei an IFL bei Buchung die vollständige Adresse des Kunden weiter. Bei Buchungen, die erst 4 oder weniger Tage vor dem Reiseantritt erfolgen, behält sich IFL vor, die Reiseunterlagen am Abflughafen zu hinterlegen. Die vollständige Zahlung des Reisepreises ist Voraussetzung für die Aushändigung der Reiseunterlagen. Für Hinterlegungen am Flughafen werden 1 8.- pro Buchung berechnet. Werden die Reiseunterlagen erst am Flughafen bezahlt, fällt eine Gebühr von 1 10,- pro Buchung an. Ohne vollständige Bezahlung des Reisepreises steht IFL ein Leistungsverweigerungsrecht gegenüber dem Kunden zu.
Wird der vereinbarte Anzahlungsbetrag auch nach Inverzugsetzung oder der Reisepreis bis zum Reiseantritt nicht vollständig bezahlt, berechtigt dies IFL zur Auflösung des Reisevertrages und zur Berechnung von Schadensersatz in Höhe der entsprechenden Rücktrittsgebühren, vorausgesetzt, es liegt nicht bereits zu diesem Zeitpunkt ein zum Rücktritt berechtigender Reisemangel vor.

3. Leistungen

3.1. Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des jeweils gültigen Kataloges oder des Reiseprospekts von IFL, sowie die hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung und/oder den Reiseunterlagen. Liegt der Reisebuchung ein Sonderangebot von IFL zugrunde, ergibt sich der Umfang der vertraglichen Leistungen ausschließlich aus der Leistungsbeschreibung dieses Angebotes, wenn der Kunde zum ermäßigten Reisepreis des Sonderangebotes bucht.
3.2. Die in den jeweiligen Angeboten von IFL enthaltenen Angaben sind für IFL bindend. IFL behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben zu erklären, über die der Reisende vor Buchung informiert wird. Nebenabreden, die den Umfang der vertragliche Leistungen verändern, bedürfen der ausdrücklichenschriftlichen Bestätigung von IFL.
Hotel-, Orts- oder Schiffsprospekte, die nicht von IFL herausgegeben worden sind, sind für IFL nicht verbindlich.
3.3. Reisebüros und Buchungsstellen sind nicht berechtigt, über die Beschreibung im Katalog oder im jeweiligen Sonderangebot hinausgehende oder abweichende Zusicherungen gegenüber dem Kunden abzugeben.
Zur Einbeziehung in den Vertrag bedürfen sie der ausdrücklichen schriftliche Bestätigung durch IFL.
3.4. Leistungen, die als Fremdleistungen am Urlaubsort bei anderen Unternehmen gebucht werden (z.B. Ausflüge, Rundfahrten oder Sportveranstaltungen usw.) sind nicht Bestandteile des Reisevertrages.

4. Leistungs- und Preisänderung

4.1. Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die von IFL nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
4.2. IFL behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse, in dem Umfang zu ändern, wie sich deren Erhöhung pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen.
Im Fall einer nachträglichen Änderung des Reisepreises oder einer Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat IFL den Kunden unverzüglich, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt, davon in Kenntnis zu setzen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind unzulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% oder im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn IFL in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat dieses Recht unverzüglich nach der Erklärung von IFL gegenüber IFL geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden

5.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei IFL.
Um Missverständnisse zu vermeiden empfiehlt IFL dringend, den Rücktritt schriftlich zu erklären.
Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann der IFL Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen.
Die Höhe richtet sich nach dem Reisepreis.
5.1.1 In der Regel betragen die Rücktrittspauschalen, die IFL im Falle des Rücktritts von der Reise je angemeldetem Teilnehmer fordern kann für Pauschalreisen und Flugreisen (auch Campingflüge):
bis 30 Tage vor Reisebeginn 10 %
ab dem 29. bis zum 21. Tag vor Reisebeginn 20 %
ab dem 20. bis zum 15. Tag vor Reisebeginn 25 %
ab dem 14. bis zum 07. Tag vor Reisebeginn 50 %
ab dem 6. bis 1. Tag vor Reisebeginn 70 %
am Reisetag oder bei Nichtantritt der Reise 80 %
des Reisepreises, mindestens aber 1 25,-
5.1.2 Stornierungskosten bei Linienflügen (N ur Flug Vermittlung) Die Höhe der Stornierungskosten sind durch die jeweiligen Bestimmungen der verschiedenen Luftfrachtführer festgelegt zzgl. fallen Bearbeitungsgebühren von 1 50,- pro Person an.
5.1.3 Stornierungskosten bei Einbucherflügen (Nur Flug Vermittlung )
bis 30 Tage vor Reisebeginn 10 %
ab dem 29. bis zum 21. Tag vor Reisebeginn 30 %
ab dem 20. bis zum 15. Tag vor Reisebeginn 50 %
ab dem 14. bis zum 07. Tag vor Reisebeginn 70 %
ab dem 6. bis 1. Tag vor Reisebeginn 90 %
am Reisetag oder bei Nichtantritt der Reise 100 %
5.1.4. Es bleibt dem Kunden unbenommen, den Nachweis zu führen, dass im Zusammenhang mit dem Rücktritt oder dem Nichtantritt der Reise keine oder geringere Kosten entstanden sind, als die von IFL in der Pauschale ausgewiesenen Kosten.
5.2. IFL empfiehlt den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung.

6. Umbuchung/Ersatzpersonen

6.1. Werden auf Wunsch des Kunden im Zeitraum nach der Buchung der Reise bis zum 22. Tag vor Reiseantritt für einen Termin, der innerhalb des zeitlichen Geltungsbereiches der Reiseausschreibung liegt, Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsartvorgenommen (Umbuchung) ein, wird ein Umbuchungsentgelt pro Kunde erhoben. Das Umbuchungsentgelt wird zwischen IFL und dem Kunden pauschal mit 1 25,00 pro Reisendem vereinbart. Der Kunde kann jedoch nachweisen, dass keine oder geringere Kosten, als die vorstehende Umbuchungspauschale durch die Umbuchung entstanden sind.
Nach Ablauf der Frist können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, Umbuchungen nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu den Bedingungen gemäß Ziffer 5.1. mit gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.
6.2. Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner, ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt.
IFL kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.
Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Reisende IFL gegenüber als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. Diese werden, ohne gesonderten Nachweis durch IFL, mit 1 25,00 für jede zu ersetzende Person vereinbart, es sei denn, der Kunde weist nach, dass keine oder geringere Kosten als die vorstehende Pauschale entstanden ist.

7. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht in Anspruch, besteht kein Anspruch auf anteilige Rückerstattung des Reisepreises .IFL wird sich jedoch um die Erstattung der ersparten Aufwendungen bei den Leistungsträgern bemühen.

8. Rücktritt und Kündigung durch IFL

IFL kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:
8.1. Ohne Einhaltung einer Frist:
Wenn der Reisende die Durchführung einer Reise ungeachtet einer Abmahnung von IFL nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt IFL, so behält IFL den Anspruch auf den Reisepreis; muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt werden, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge. Eventuelle Mehrkosten für den Rücktransport trägt der Reisende.
8.2. Bis zwei Wochen vor Reiseantritt:
Bei Nichterreichen der Teilnehmerzahl, wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine Mindestteilnehmerzahl hingewiesen wird. In jedem Fall ist IFL verpflichtet, den Kunden unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise, spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn, hiervon in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich zuzuleiten. Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis unver-züglich zurück.
8.3. Bis vier Wochen vor Reiseantritt:
Wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für IFL deshalb nicht zumutbar ist, weil das Buchungsaufkommen für diese Reise so gering ist, dass die IFL im Falle der Durchführung der Reise entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würde. Ein Rücktrittsrecht von IFL besteht jedoch nur, wenn IFL die dazu führenden Umstände nicht zu vertreten hat, wenn die zum Rücktritt führenden Umstände nachgewiesen werden und wenn IFL dem Reisenden ein vergleichbares Ersatzangebot unterbreitet hat. Wird die Reise aus diesem Grunde abgesagt, so erhält der Kunde den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück. Zusätzlich wird ihm sein Buchungsaufwand pauschal erstattet, sofern er von einem Ersatzangebot von IFL keinen Gebrauch macht.

9. Höhere Gewalt

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können beide Vertragsparteien gemäß 651 j BGB kündigen.

10. Haftung von IFL

10.1. IFL haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für:
- die gewissenhafte Reisevorbereitung;
- die sorgfältige Auswahl und die Überwachung der leistungsträger;
- die Richtigkeit der Beschreibung aller in den Katalogen angegebenen Reiseleistungen, sofern IFL nicht gemäß Ziffer 3.2. vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben erklärt hat;
- die ordnungsgemäße Erbringung der vereinbarten Reiseleistungen.
10.2. Wird im Rahmen einer Reise oder zusätzlich zu dieser eine Beförderung im Linienverkehr erbracht und dem Reisenden hierfür ein entsprechender Beförderungsausweis ausgestellt, so erbringt IFL insoweit Fremdleistungen, sofern IFL in der Reiseausschreibung und in der Reisebestätigung ausdrükklich darauf hinweist. IFL haftet daher nicht für die Erbringung der Beförderungsleistung selbst. Eine etwaige Haftung regelt sich in diesem Fall nach den Beförderungsbe-stimmungen dieser Unternehmen, auf die der Kunde ausführlich hinzuweisen ist und die ihm auf Wunsch zugänglich zu machen sind.
10.3. Bei Flugvermittlung gelten die allgemeinen Vertrags- und Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaften.

11. Gewährleistung

11.1. Sollte eine Reiseleistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht werden, so kann der Reisende innerhalb angemessener Zeit Abhilfe verlangen. IFL kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.
IFL kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass sie eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.
11.2. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Kunde eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen (Minderung). Die Minderung tritt nicht ein, wenn es der Kunde schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.
11.3. Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet IFL innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag - in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärungkündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird. Er schuldet IFL den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren.

12. Haftungsbeschränkung

12.1. Die vertragliche Haftung von IFL für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit IFL für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. 12.2. Für alle Schadensersatzansprüche des Reisenden gegen IFL aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet IFL bei Sachschäden je Kunde und Reise bis 14.100,00. Übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt.
Dem Kunden wird in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reise-Kranken- , Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung empfohlen.
12.3. Die Haftung von IFL ist ausgeschlossen oder beschränkt, soweit aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhender gesetzlicher Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, dessen Haftung ebenfalls ausgeschlossen oder beschränkt ist.
12.4. IFL haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuch, Aus-stellung usw.) und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen gekenn-zeichnet werden.
12.5. Kommt IFL die Stellung eines vertraglichen Luftfrachtführers zu, so regelt sich die Haftung nach den Bestimmungen des Luftverkehrsgesetzes in Verbindung mit den internationalen Abkommen von Warschau, Den Haag, Guadalajara und der Montrealer Vereinbarung (nur für Flüge nach USA und Kanada). Diese Abkommen beschränken in der Regel die Haftung des Luftfrachtführers für Tod oder Körperverletzung sowie für Verluste und Beschädigungen von Gepäck. Sofern der Reiseveranstalter in anderen Fällen Leistungsträger ist, haftet er nach den für diese geltenden Bestimmungen.

13. Mitwirkungspflicht

Der Reisende ist verpflichtet, bei auftretenden Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung oder IFL direkt zur Kenntnis zu geben. Die Reiseleitung ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

14. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber IFL unter der unten genannten Adresse geltend zu machen. Reisebüros und Buchungsstellen sind zur Entgegennahme von Anspruchsanmeldungen nicht befugt.
Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
Reisevertragliche Ansprüche des Reisenden verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder IFL die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in drei Jahren.

15. Pass-, Zoll-, Visa-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften

IFL steht dafür ein, Staatsangehörige des Staates, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Zoll-, Visa-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. IFL haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reisende IFL mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass IFL die Verzögerung zu vertreten hat. Sollten Reisevorschriften einzelner Länder von Reisenden nicht eingehalten werden, obwohl IFL seinen Informationspflichten nachgekommen ist, und der Reisende deshalb an der Reise verhindert sein, kann IFL den Reisenden mit den entsprechenden Rücktrittsgebühren belasten.

16. Rückflugbestätigung

Der Reisende hat sich spätestens bis 24 Stunden, aber nicht früher als 48 Stunden vor Rückflug bzw. Rückfahrt bei der Reiseleitung über die genauen Flug- und Fahrtzeiten zu informieren. Geschieht dies nicht, gehen etwaige Mehrkosten, die dadurch entstehen, dass der Reisende den Flug oder die Fahrt verpassen, zu dessen Lasten.

17. Gruppenreisen/Flugeinbuchungen

Für Gruppenreisen und teilweise bei Flugeinbuchungen gelten die gleichen Bedingungen wie für Einzelbuchungen, nur die Stornierungskosten werden gemäß Ziffer 5.1 entsprechend berechnet.. Für die Haftung bei Flugeinbuchung gelten ferner die allgemeinen Vertrags- und Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaften, die bei IFL angefordert werden können.

18. Abtretungsverbot/Aufrechnungsverbot

Eine Abtretung von Ansprüchen des Reisenden aus Anlass der Reise, gleich aus welchem Rechtsgrund, an Dritte - auch an Ehegatten -, ist ausgeschlossen. Der Reisende ist nicht berechtigt, gegen Ansprüche auf Zahlung des vereinbarten Reisepreises mit Gegenforderungen aufzurechnen, es sei denn, die Gegenforderung ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.

19. Allgemeine Bestimmungen

19.1. Alle Angaben in unseren Prospekten werden vorbehaltlich gesetzlicher oder behördlicher Genehmigungen veröffentlicht. Die Angaben entsprechen dem Stand der Drucklegung.
19.2. Mit der Veröffentlichung neuer Prospekte verlieren alle früheren Publikationen über gleichlautende Reiseziele und Termine ihre Gültigkeit.
19.3. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

20. Gerichtsstand

Gerichtsstand für Vollkaufleute und Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, sowie für Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, ist Hamburg.

20. Flugvermittler und Reiseveranstalter

Interflug Charter System Reise und Handels GmbH
Papenreye 23
22453 Hamburg


Stand: März 2003